HARALD HAUSWALD FOTOGRAFIEN

Ausstellungseröffnung So. 27. Sept. 2020 um 15 Uhr



Was wir sind und was wir wollen

Das Lehniner Institut für Kunst und Kultur e.V. ist ein Ort im Zeichen von Kreativität und Weltoffenheit, der Begegnung und des Lernens in der europäischen Region Brandenburg.

Als Ort künstlerischer Praxis, Ausstellungsraum, Tagungsstätte und Gästehaus macht das Institut ein interdisziplinäres Angebot für Bildende Kunst, Literatur und Musik, Theater und Tanz. Hierzu gehören weiterhin die Kunstgalerie, die Kunsthalle und der Skulpturenpark, Werkstätten sowie das Ufercafé. Unser Handeln findet in dem Selbstverständnis statt, dass Kunst und Natur anregend auf Menschen wirken und der Gesellschaft vitale Impulse geben können. Wir bauen bei unseren Aktivitäten auf Vielfalt. Der Kunstverein ist seit 1991 Teil der Natur- und Kulturlandschaft der Gemeinde Kloster Lehnin im Havelland, zu deren Erhalt und Weiterentwicklung der Verein sich verpflichtet fühlt. Ein magischer Ort am Klostersee.

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Entstehungsgeschichte

Das Institut für Kunst und Handwerk e.V. wurde 1991 auf Initiative des Malers und Bildhauers Eckhart Haisch gegründet. Obwohl die Kunst und Kulturarbeit Anlass und Kern des Projektes waren, begann der junge Verein zuerst vor allem als Bildungsträger zu arbeiten. Er gab sich daher vorerst den Namen: Lehniner Institut für Weiterbildung e.V. und wurde als erste Arbeitsförderungs-Gesellschaft im Land Brandenburg registriert. Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden arbeitslos gewordene Menschen aus der Region durch Fachleute des Vereins über "learning by doing" in verschiedenen Baugewerken qualifiziert. Mit Hilfe institutioneller Förderung durch das Sozialministerium konnte der Verein das Kernstück seiner vielen Aktivitäten, ein ehemaliges Sägewerk, den späteren Skulpturenpark am Klostersee erwerben.

Das Gelände am Lehniner Klostersee wurde aufgeräumt und die alte bauliche Grundsubstanz, darunter ein Maschinenraum, eine große Sägehalle, eine Tischlerei usw., zu Ateliers, Werkstätten und zu Seminarräumen um- und ausgebaut. Als Architekt konnte Siegmund Rahl gewonnen werden, dessen Neubau eines filigranen Pavillons aus Holz und Glas in Ufernähe schon 1992 realisiert wurde. Neben der Sanierung und Umgestaltung der Altbausubstanz wurde von Rahl 1999 der Neubau des vereinseigenen Gästehauses fertig gestellt. 

Die ehemaligen "Polterflächen" des Holzplatzes am See werden schon seit 1992 als Skulpturenpark genutzt. Die erste Ausstellung war sensationell, denn der französische Bildhauer Jean Ipoustéguy zeigte 24 Bronzen aus verschiedenen Schaffensperioden in dem damals  noch sehr "wilden" Gelände. "Das Lehniner Institut ist eine Baustelle für Kunst. Unübersehbar im Prozess, in einem lebendigen Prozess", so Haisch. "Ich möchte diesen Zustand nur ungern verändert sehen. Das Rohe, das Unfertige und das spontan Improvisierte muss auch in Zukunft erhalten bleiben."

Seit der Gründung des Instituts werden über das ganze Jahr verteilt Kunst- und Kulturveranstaltungen mit internationaler Beteiligung angeboten. Nach Ipoustéguy folgen Ausstellungen mit Werken von Emil Cimiotti, Joachim Schmettau, Joshimi Hashimoto, Michael Schoenholtz, Werner Stötzer, Volkmar Haase und anderen. 1993 findet ein erstes Internationales Bildhauersymposium statt. Langfristige Leihgaben bilden schon bald die Basis zum Aufbau eines Skulpturenparks.

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