Kunst- und Kulturpatenschaften

Programm: Menschen stärken Menschen

Ziel des Projektes „Kunst- und Kulturpatenschaften“ ist es Schüler*innen, Berufsschüler*innen und Menschen in benachteiligenden Lebensumständen über das Format Kunst- und Kulturpatenschaft mit Künstler*innen und Kulturschaffenden zusammen zu bringen. Dadurch sollen gesellschaftliche Teilhabe von benachteiligten Menschen gestärkt werden, Menschen ermutigt werden, sich dauerhaft für gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen und schließlich insgesamt der gesellschaftlichen Zusammenhalt in ländlichen Regionen fundiert werden. Darüber hinaus soll über den persönlichen Austausch mit Pat*innen Kunst und Kultur als ein nachhaltiger gesellschaftlicher Gestaltungs- und Kommunikationsraum erfahrbar werden und damit eine Teilhabe an kreativen Prozessen, die in der Gesellschaft stattfinden, ermöglicht werden.

Kontakt: Marius Haberland // haberland[at]likk.de

Das Lehniner Institut für Kunst und Kultur (LIK) e.V. ist Programmträger im Programm "Menschen stärken Menschen".


„Feuer und Flamme“ für Planet A

Projekt: No Planet B

Am Veranstaltungstag wird der entstandene Handlungsraum den ganzen Tag lang aktiviert. Personen werden eingeladen an einer Reise teilzunehmen und sich zunächst auf den Stuhl rechts vom Podest zu setzen und ihre Schuhe und Socken auszuziehen. Die Socken werden in die Schuhe und die Schuhe auf zwei Stäbe mit Halterungen gestellt, und danach von zwei Künstler*innen wie Puppen behandelt: Die Schuhe laufen ohne ihren Besitzer weg.

Danach wird die Person barfuss über die Tonfläche geführt. Die Person kann nun über eine weiche, kühle und formbare Fläche gehen. Sie kann entscheiden wie schnell sie gehen will, oder wo sie ihren Fuss setzen will. Das eigene Gewicht in Bezug auf den Fussabdruck, die Formbarkeit der Erde mit den Füssen, die Feuchtigkeit und Temperatur werden erlebt. Dieses Erlebnis wird wiederum von anderen Gästen betrachtet, sie können sich die nackten Füsse und die Abdrücke der Person auf dem Tonfeld, den Rhythmus der Schritte, das zögernde Tippeln oder das bestimmte Schreiten und viele andere Formen des gehens und auftretens eingehend betrachten.

Nachdem die Person den Tonweg verlassen und vom Podest hinabgestiegen sind, erhält sie eine Fusswaschung durch eine(n) andere(n) Künstler*in und die Schuhe werden wieder zu ihr gebracht.

Andere Künster*innen beginnen in der Zwischenzeit von den Spuren der Person ausgehend plastisch zu arbeiten. Es entsteht eine erste Schicht von Plastiken aus Ton auf dem Tonfeld.

Die nächste Person wird nun gebeten über den Weg zu gehen. Ihre Spuren dienten ebenfalls als Fundament für Tonplastiken.

Irgendwann wird es eng auf der zur Verfügung stehenden Fläche und die Personen, die über den Weg gehen müssen sich entscheiden, ob sie auf eine der Plastiken treten bzw. auf welche der Plastiken sie treten würden. Die Künstler*innen hingegen modellierten immer weiter. Es wird immer enger. Die Gäste werden nun eingeladen selbst zu modellieren und etwas herzustellen, was auf den Tonweg gestellt wird und der möglichen Zerstörung ihrer eigenen Werke beizuwohnen. Kinder tuen dies mit Genuss!

Die Fläche wird nun geschlossen und mit viel Arbeitsaufwand öffentlich geglättet, danach wird ein Masken und Puppenspiel mit Musik in Bezug auf die Tonfläche durchgeführt.

 

Und das Spiel beginnt von vorn...

„Gefördert durch die Europäische Union“